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Grippe und Erkältung



Keine Krankheit ist so weit verbreitet wie die Erkältung. Besonders in der kalten Jahreszeit bleibt kaum jemand von ihr verschont.

Durch die Kälte der eingeatmeten Luft verengen sich die Blutgefäße in den Schleimhäuten von Mund und Nase. Die Folge: Die lokale Abwehr verringert sich, Krankheitserreger können leichter in den Organismus eindringen. Doch eine Erkältung ist meistens ungefährlich. Sie lässt sich durch Ruhe und Hausmittel relativ leicht auskurieren, ein Arztbesuch ist meistens nicht nötig. Anders sieht es jedoch bei der Grippe aus.

Saisonale Grippe, Neue Grippe (Schweinegrippe)

Anders als bei der Erkältung verhält es sich mit verschiedenen Viren, die sich in Aufbau und Verbreitung unterscheiden, wie beispielsweise der saisonalen Grippe oder gar der Schweinegrippe, auch Neue Influenza A/H1N1 oder Neue Grippe genannt:
Die Symptome Fieber, Atemwegsbeschwerden, Glieder und Kopfschmerzen sowie Abgeschlagenheit, sind bei ihr meist sehr viel ausgeprägter. Bei der Schweinegrippe können Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen hinzukommen.

1,5 Millionen Krankschreibungen aufgrund von Grippe

Wer eine Virus-Grippe hat, muss nicht mehr überlegen, ob er noch zur Arbeit geht: Die Frage erledigt sich von selbst, denn er kommt nicht mehr aus dem Bett. Im Winter 2008/2009 gab es mehr als 1,5 Millionen Krankschreibungen aufgrund einer Grippe-Erkrankung, etwa 18.700 Patienten mussten mit schweren Symptomen ins Krankenhaus eingewiesen werden.

Grippeimpfung schützt vor ernsten Komplikationen

Jede Virus-Grippe ist mehr als eine schwere Erkältung. Es sind ernste Komplikationen möglich, etwa eine Lungenentzündung oder eine Herzmuskelentzündung. Vor allem für abwehrgeschwächte und alte Menschen kann die Grippe lebensgefährlich werden. In manchen Jahren sterben in Deutschland bis zu 20.000 Menschen an der Grippe. Bei der Schweinegrippe bedrohen schwere Krankheitsverläufe auch Schwangere, Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene insbesondere mit Grunderkrankungen. Das neue Grippevirus kann tief in die Atemwege eindringen und schwere Lungenentzündungen verursachen. Deshalb rät das Robert Koch-Institut allen Risikogruppen dringend zu einer Schutzimpfung gegen beide Grippe-Erkrankungen.

Pandemie – eine neues Grippevirus verbreitet sich weltweit
Der Erreger der Schweinegrippe ist ein neues Virus, es trägt die wissenschaftliche Bezeichnung pandemisches Influenzavirus A/H1N1. Forscher gehen davon aus, dass sich dieser neue Erreger aus Teilen von Vogel-, Menschen- und Schweineviren zusammensetzt.
Die ersten Krankheitsfälle verursachte die Neue Grippe im April 2009 im US-Bundesstaat Kalifornien und in Mexiko. Seither hat sich der neue Influenza-Erreger in weiten Teilen der Welt verbreitet. Alle Versuche, das neue H1N1 Virus zu stoppen, scheiterten, weshalb die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Konsequenz am 11. Juni 2009 erstmals seit mehr als 40 Jahren eine Grippepandemie ausrief. Im vergangenen Jahrhundert traten drei große Pandemien auf: 1968 und 1957 starben etwa eine Million Menschen. Die Spanische Grippe im Jahr 1918 kostete schätzungsweise 20 bis 50 Millionen Menschen das Leben.

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