Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
Zecke
Sie stechen, saugen und infizieren dabei ihr Opfer mit gefährlichen Viren und Bakterien: Zecken können Hirnhautentzündung und Borreliose übertragen.
Zecke in der Haut
Den Zecken keine Chance lassen mit geeigneter Kleidung und Insektenschutzmittel: In Risikogebieten schützt zusätzlich die FSME-Impfung.
Fläschchen mit Impfstoff
Sie beginnt wie eine Grippe und kann später das Gehirn angreifen. Gegen FSME gibt es keine speziellen Medikamente, aber eine Impfung schützt.
Petrischalen
Haut, Gelenke, Nerven und Herz sind Hauptangriffsziele der Borreliose. Eine konsequente Therapie mit Antibiotika verhindert gefährliche Spätfolgen.
Grafik: Europakarte
In bestimmten Risikogebieten ist die Gefahr einer FSME-Infektion durch einen Zeckenstich besonders hoch, Borreliose lauert fast überall: eine Übersicht.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

FSME-Fälle treten in Süddeutschland deutlich häufiger auf als in Norddeutschland. In Osteuropa werden mehr Infektionen registriert als in Westeuropa. Eine Impfung ist in den bekannten FSME-Risikogebieten besonders empfehlenswert. Vor Borreliose muss man sich durch allgemeine Maßnahmen schützen.


Laut Robert Koch-Institut gab es 2007 in Deutschland 238 gemeldete FSME-Fälle. Fast 90 Prozent der Infektionen treten hier in Bayern und Baden-Württemberg auf. Darüber hinaus gibt es in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen Risikogebiete. Vereinzelt treten auch Fälle in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf.

In Deutschland gilt ein Kreis als FSME-Risikogebiet, wenn in den letzten fünf Jahren signifikant mehr als eine Erkrankung pro 100.000 Einwohnern aufgetreten ist. Wohnt man in solchen Regionen oder plant dort einen Urlaub, wird FSME-Impfschutz empfohlen. Risikogebiete innerhalb Europas gibt es darüber hinaus vor allem in der Schweiz, in Österreich und in Osteuropa. Gefahr durch Zecken besteht also nicht nur entlang der Donau zwischen Passau und Linz oder im Bayerischen Wald – einige Fachleute erwarten eine Ausweitung der FSME-Risikogebiete im Jahr 2009. Deshalb ist es wichtig, sich vor Reisen immer aktuell zu informieren.
↑ nach oben

Im Gegensatz zur FSME ist die Borreliose häufiger und fast in ganz Deutschland vertreten. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland bis zu 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Borreliose gilt als die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit der nördlichen Hemisphäre. Flächendeckende epidemiologische Untersuchungen fehlen derzeit aber.

Bei bis zu sechs Prozent aller Zeckenstiche ist mit einer Infektion durch Borrelien zu rechnen. Jedoch manifestiert sich die Erkrankung durch Symptome nur bei ca. 1,5 Prozent der Betroffenen. Die Monate mit den meisten Infektionsfällen sind Juni, Juli und August. Allerdings wird die Zecke schon ab 7 Grad Celsius aktiv, sodass man von Frühling bis Herbst Vorsicht walten lassen sollte. Zecken kommen in einer Höhe von bis zu circa 1.000 Meter vor. Über der 1.000-Meter-Marke sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

Für FSME- und Borreliose-Betroffene gibt es deutschlandweit eine Reihe von Selbsthilfegruppen, Informationszentren und Instituten.
↑ nach oben

FSME, Borreliose: Adressen und Links

  • Robert Koch Institut
    Nordufer 20
    13353 Berlin
    Tel.: 030 / 187 54 - 0
    Fax: 030 / 187 54 - 23 28
    E-Mail: presse@rki.de
    Internet: www.rki.de
  • Paul-Ehrlich-Institut
    Bundesamt für Sera und Impfstoffe
    Paul-Ehrlich-Straße 51-59
    63225 Langen
    Tel.: 06103 / 77 - 0
    Fax: 06103 / 77 - 12 34
    E-Mail: pei@pei.de
    Internet: www.pei.de
  • Deutsche Borreliose- und FSME Liga
    Selbsthilfegruppe von Zeckeninfektionen Betroffenen e.V.
    Rheinstr. 38
    76676 Graben-Neudorf
    Tel.: 07255 / 72 55 55
    Fax: 07255 / 72 55 56
Weitere Selbsthilfegruppen – auch in Österreich und in der Schweiz – finden Sie unter www.medizin-netz.de/adrselbsth.htm (unter Borreliose)
↑ nach oben

Grafik: FMSE-Risikogebiete in Süddeutschland
© Deutsches Grünes Kreuz
FSME-Risikogebiete in Deutschland: Fast ausschließlich der Süden ist betroffen.
Grafik: FMSE-Verbreitung in Europa
© Deutsches Grünes Kreuz
FSME-Risikogebiete in Europa: Vor allem in den osteuropäischen Ländern ist FSME verbreitet.
Service Rating Zertifikat: Sehr gut