FSME-Fälle treten in Süddeutschland deutlich häufiger auf als in Norddeutschland. In Osteuropa werden mehr Infektionen registriert als in Westeuropa. Eine Impfung ist in den bekannten FSME-Risikogebieten besonders empfehlenswert. Vor Borreliose muss man sich durch allgemeine Maßnahmen schützen.
Laut Robert Koch-Institut gab es 2007 in Deutschland 238 gemeldete
FSME-Fälle. Fast 90 Prozent der Infektionen treten hier in Bayern und Baden-Württemberg auf. Darüber hinaus gibt es in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen Risikogebiete. Vereinzelt treten auch Fälle in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf.
In Deutschland gilt ein Kreis als
FSME-Risikogebiet, wenn in den letzten fünf Jahren signifikant mehr als eine Erkrankung pro 100.000 Einwohnern aufgetreten ist. Wohnt man in solchen Regionen oder plant dort einen Urlaub, wird
FSME-Impfschutz empfohlen. Risikogebiete innerhalb Europas gibt es darüber hinaus vor allem in der Schweiz, in Österreich und in Osteuropa. Gefahr durch Zecken besteht also nicht nur entlang der Donau zwischen Passau und Linz oder im Bayerischen Wald – einige Fachleute erwarten eine Ausweitung der
FSME-Risikogebiete im Jahr 2009. Deshalb ist es wichtig, sich vor Reisen immer aktuell zu informieren.
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Im Gegensatz zur
FSME ist die
Borreliose häufiger und fast in ganz Deutschland vertreten. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland bis zu 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr.
Borreliose gilt als die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit der nördlichen Hemisphäre. Flächendeckende epidemiologische Untersuchungen fehlen derzeit aber.
Bei bis zu sechs Prozent aller Zeckenstiche ist mit einer Infektion durch
Borrelien zu rechnen. Jedoch manifestiert sich die Erkrankung durch Symptome nur bei ca. 1,5 Prozent der Betroffenen. Die Monate mit den meisten Infektionsfällen sind Juni, Juli und August. Allerdings wird die Zecke schon ab 7 Grad Celsius aktiv, sodass man von Frühling bis Herbst Vorsicht walten lassen sollte. Zecken kommen in einer Höhe von bis zu circa 1.000 Meter vor. Über der 1.000-Meter-Marke sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
Für
FSME- und
Borreliose-Betroffene gibt es deutschlandweit eine Reihe von Selbsthilfegruppen, Informationszentren und Instituten.
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FSME, Borreliose: Adressen und Links
- Robert Koch Institut
Nordufer 20
13353 Berlin
Tel.: 030 / 187 54 - 0
Fax: 030 / 187 54 - 23 28
E-Mail: presse@rki.de
Internet: www.rki.de
- Paul-Ehrlich-Institut
Bundesamt für Sera und Impfstoffe
Paul-Ehrlich-Straße 51-59
63225 Langen
Tel.: 06103 / 77 - 0
Fax: 06103 / 77 - 12 34
E-Mail: pei@pei.de
Internet: www.pei.de
- Deutsche Borreliose- und FSME Liga
Selbsthilfegruppe von Zeckeninfektionen Betroffenen e.V.
Rheinstr. 38
76676 Graben-Neudorf
Tel.: 07255 / 72 55 55
Fax: 07255 / 72 55 56
Weitere Selbsthilfegruppen – auch in Österreich und in der Schweiz – finden Sie unter
www.medizin-netz.de/adrselbsth.htm (unter Borreliose)
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